Nata Lehm

(Natalia Lehmann)


„In mir tanzen Linien und Töne.
Manchmal lasse ich sie frei“

Über mich

Ich bin Künstlerin – in Klang und Farbe.

In meiner Arbeit verbinden sich Komposition und Malerei zu einer gemeinsamen Sprache: beide Ausdrucksformen entstehen aus derselben inneren Quelle, folgen demselben Impuls und nähren sich aus Intuition, Stille und Tiefe.

Wenn ich male, höre ich Musik – wenn ich komponiere, sehe ich Bilder. Es ist ein schöpferischer Kreislauf, bei dem sich beide Künste gegenseitig inspirieren und verstärken.

Meine Werke laden dazu ein, innezuhalten und sich zu verbinden – mit sich selbst, mit der Natur und mit einer inneren Welt jenseits des Alltags.

Malerei & Musik – zwei Wege, ein Ausdruck

▪ Malerei: meine Werke sind atmosphärische, oft abstrakte Gemälde, die wie Klanglandschaften auf Leinwand wirken. Sie erzählen keine spezifische Geschichte, sondern öffnen Räume, die zum Nachdenken und Verweilen anregen.

▪ Musik: meine sanften, beruhigenden instrumentalen Kompositionen ermöglichen es, Tiefe, Weite und inneren Frieden zu erfahren. Sie sind ein Ausdruck meiner persönlichen Reise und dienen als Einladung, im Moment anzukommen.

Beides – Malerei und Musik – ist keine Flucht aus der Welt, sondern ein Ankommen. Ein Ankommen im Jetzt, im Sein.

Plasmafluss Groß
Plasmafluss Klein

„Plasmafluss“

Buntstifte, Filzstifte auf Papier
225 × 1200 / 430 × 315 mm

Plasmafluss entstand im Frühjahr 2020, unmittelbar nach dem ersten Corona-Lockdown – einer Zeit geprägt von Rückzug, Unsicherheit und intensiver Innenschau.

Das Werk übersetzt dieses kollektive Innehalten in ein dichtes Geflecht organischer Formen, die an Zellen, Netzwerke oder energetische Strömungen erinnern.

Schichtungen aus Farbstiftlinien erzeugen ein vibrierendes visuelles Pulsieren. Rosa- und Violetttöne treffen auf dunkle Konturen und schaffen ein Spannungsfeld zwischen Fragilität und innerer Stärke. Der Titel verweist auf das Unsichtbare – das, was sich ständig wandelt und bewegt: biologisch, seelisch, sozial.

Plasmafluss lädt dazu ein, zwischen Mikro- und Makrokosmos zu oszillieren und darin Assoziationen zu Körper, Verbundenheit und Transformation zu entdecken. Es ist ein leises Echo jener Zeit, in der das Verborgene spürbar wurde.


You Are The Sunshine – Teil 1 You Are The Sunshine – Teil 2

„You Are The Sunshine“

Zweiteilige Arbeit, Mischtechnik auf Papier

Dieses Werk entstand im Fluss der Musik – ein visuelles Echo dessen, was hörbar war. Während der Klänge verwandelten sich innere Bilder in leuchtende Formen und warme Farben. Die orangen und gelben Elemente erinnern an Sonnenfragmente, eingebettet in ein Netz aus Bewegung und Struktur.

Die Zeichnung ist nicht geplant, sondern gefühlt. Wie Licht, das durch den Klang wandert, entsteht eine Dynamik zwischen Kontrolle und Loslassen. Die Formate spiegeln diese Spannung – das eine strebt in die Höhe, das andere in die Weite.

"You Are The Sunshine" ist Ausdruck eines Moments, in dem Klang zur Farbe wurde und Emotionen Raum bekamen.


Sinfonie des Blutes

„Sinfonie des Blutes“

Acryl auf Papier
225 × 1200 mm

In dieser großformatigen Arbeit pulsiert Leben – wie durch Adern fließt das Rot, tanzen Zellformen durch ein Geflecht aus Linien.

Eigentlich war ein erstes Werk bereits fertig und für die Ausstellung bestimmt. Doch beim professionellen Einrahmen wurde es beschädigt – beschmutzt und nicht korrekt gefasst.

Was zunächst wie ein Rückschlag wirkte, wurde zum Ausgangspunkt eines intensiven, fokussierten Prozesses. Innerhalb von nur fünf Tagen entstand ein neues Bild – nicht als Kopie, sondern als Weiterentwicklung. Idee, Technik, Farbklang und Titel wurden übernommen, doch mit neuer Energie und Klarheit aufgeladen.

„Sinfonie des Blutes“ erzählt nicht nur vom inneren Fluss des Lebens, sondern auch vom schöpferischen Wandlungsprozess – wie aus Druck künstlerische Dichte entstehen kann und aus einem Missgeschick ein noch stärkeres Werk hervorgeht.


Zwillinge – Teil 1 Zwillinge – Teil 2

„Zwillinge“

Filzstifte auf Papier
2023 / 2025
300 × 240 / 290 × 210 mm

Zwei Werke, zwei Jahre, ein Ursprung.

Die „Zwillinge“ sind aus derselben künstlerischen Bewegung entstanden – eine visuelle Idee, die sich aufgespalten hat. Trotz ihrer engen Verwandtschaft gehen sie jeweils eigene Wege: das eine kraftvoll und wild im Ausdruck, das andere strukturierter, fast erzählend.

In diesen Bildern spiegelt sich, was auch zwischen echten Zwillingen existiert: Ähnlichkeit und Individualität, Synchronität und Abweichung.

Wer genau hinsieht, entdeckt nicht nur Formen und Farben, sondern auch Zeit, Wandel – und vielleicht sogar sich selbst.

Rhythmus der Farben

„Rhythmus der Farben“

Buntstifte, Filzstifte auf Papier
300 × 210 mm

Wie ein Klangteppich aus Linien und Tönen entfaltet sich dieses Werk – eine visuelle Partitur aus Farben und Mustern. Die fließenden, wellenartigen Bewegungen wirken wie Schwingungen, in denen sich Rhythmus und Wiederholung mit freiem Spiel verbinden.

Farben tauchen auf, verschwinden, kehren zurück – jede in ihrem eigenen Tempo, jede in Resonanz mit den anderen. Linien tanzen über das Papier, mal dicht und pulsierend, mal weit und offen. Es entsteht ein Gleichgewicht zwischen innerer Ordnung und spielerischer Freiheit.

„Rhythmus der Farben“ lädt dazu ein, mit dem Blick zu lauschen – und im stetigen Wandel einen Moment der Ruhe zu finden.


Fluss der Fragmente

„Fluss der Fragmente“

Mischtechnik auf Papier
410 × 290 mm

In einer Landschaft ohne Grenzen, wo Gedanken in Farben fließen und Erinnerungen leise singen, wachsen Träume wie Korallen – verästelt, verwoben, lebendig.

Drei Fenster schwebten im Strom der Zeit, bunt wie ungesagte Worte, hell wie Kindheitsschatten, fragil wie Licht auf Wasser.

Zwischen Adern aus Schwarz atmen Momente in Pastell, verloren geglaubt, doch immer noch da – als Puls in einem großen Ganzen.

Hier tanzen Linien, nicht um zu erklären – sondern um zu erinnern, dass alles miteinander spricht, wenn man nur still genug schaut.

Das Innere in Dir

Das Innere in Dir

Mischtechnik auf Papier
227 × 615 mm

„Das Innere in Dir“ – eine Reise unter die Oberfläche

Was auf den ersten Blick wie ein Querschnitt durch organisches Gewebe erscheint, entpuppt sich als Landkarte innerer Welten. Linien winden sich, Farben fließen, Strukturen stoßen aneinander – wie Gedanken, Empfindungen oder Erinnerungen, die sich in dir bewegen.

In dieser Mischtechnik öffnen sich Schichten, die oft verborgen bleiben: verletzlich, lebendig, kraftvoll. Vielleicht zeigt sich hier ein Herzschlag. Oder ein Traum. Oder ein stilles Geheimnis.

Das Bild lädt ein, nicht nur zu schauen, sondern sich selbst darin zu entdecken – Stück für Stück, wie beim Hinabsteigen in die Tiefe eines vertrauten, doch unerforschten Raums.